Tollwut in Thailand | พิษสุนัขบ้า

Tollwut in Thailand
Tollwut in Thailand wird oft von Hunden übertragen | พิษสุนัขบ้า

Tollwut in Thailand – Risiken und Schutz

▷ Tollwut in Thailand ist sehr weit verbreitet und kommt dort andauernd und gehäuft vor. Diese endemische Verbreitung gibt es in mehreren südostasiatischen Staaten. Darunter zählen Thailand, Vietnam und Indien.

Was ist Tollwut ? Wie funktioniert die Übertragung der Krankheit

Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des zentralen Nervensystems, die von Füchsen, Hunden, Katzen, Affen und Fledermäusen auf den Menschen übertragen werden kann.

Übertragung: Die Infektion des Menschen erfolgt durch einen Biss eines Tieres oder dem Kontakt mit infiziertem Speichel des Tieres.
Kommt man mit der Hand mit dem Speichel eines infizierten Hundes in Kontakt, dann kann man sich dadurch schon infizieren. Das geschieht wenn man sich nach dem Speichelkontakt danach mit der Hand die Augen reibt oder mit den Mundschleimhäuten in Kontakt kommt.

Es gibt In Thailand Millionen freilaufender Straßenhunde.
Streunende Hunde sind der Tollwutüberträger Nummer 1.
Dabei sieht man dem Hund nicht an ob er den Tollwutvirus in sich trägt.

Das Infektionsrisiko durch andere wild lebende Tiere ist im Vergleich zur Infektion durch Hunde eher gering.

Die Virusinfektion verläuft fast immer tödlich.

INFO: Ist ein Mensch schon mit dem Virus infiziert, dann kann er mit seinem Speichel andere Menschen infizieren.

Tollwut Verbreitung in Thailand | Wo gibt es Tollwut gefährdete Gebiete?

Aktuelle Verbreitung 2025

  • Gesamtzahl der Fälle: Bis Juli 2025 wurden mindestens sieben menschliche Todesfälle registriert, hauptsächlich in Provinzen wie Chonburi, Sisaket, Chachoengsao, Nakhon Ratchasima (zwei Fälle), Tak und Rayong. Der Ausbruch in Bangkok (seit September 2025) hat die Lage eskaliert, mit mehreren infizierten Tieren in städtischen Zonen.
  • Trend: Die Fälle steigen in urbanen Gebieten steigen wegen Streunertieren an. Die thailändischen Behörden haben Kampagnen zur Impfung von Hunden und Katzen gestartet aber die Wirksamkeit ist begrenzt.
  • Risikofaktoren: Hohe Dichte streunender Hunde in Städten und ländlichen Regionen. Vor allem Kinder und Reisende in Kontakt mit Tieren sind besonders gefährdet. Die Inkubationszeit beträgt 1–3 Monate, nach Symptomenausbruch ist die Sterblichkeit nahezu 100 %.

Tollwut gefährdete Gebiete in Thailand

In ganz Thailand besteht ein mittleres bis hohes Risiko, insbesondere in ländlichen und abgelegenen Gebieten. Derzeit sind jedoch folgende Zonen als hochgefährdet deklariert (basierend auf dem Ausbruch ab 9. September 2025):

Gebiet / ProvinzBetroffene Bezirke / UnterbezirkeDetails
BangkokPrawet District: Nong Bon, Dok Mai, Prawet
Suan Luang District: On Nut, Phatthanakan
Saphan Sung District: Thap Chang
Lat Krabang District: Lat Krabang
Bang Na District: Bang Na Nuea
Phra Khanong District: Bang Chak
Epizentrum: Chalerm Phrakiat Rama 9 Soi 49 (Nong Bon).
11 Kontrollzonen innerhalb eines 5-km-Radius.
30-tägiges Verbot der Tierbewegung (bis 8. Oktober 2025).
Samut Prakan (nahe Bangkok)Bang Phli District: Bang Kaeo, Racha ThewaGrenzgebiet zu Bangkok; temporäre Epidemiezone.
Andere Provinzen (frühere Fälle 2025)Chonburi, Sisaket, Chachoengsao, Nakhon Ratchasima, Tak, RayongLändliche und semi-städtische Gebiete; anhaltendes Risiko durch Streunerpopulationen.

Ist Tollwut in Thailand gefährlich?

Wer von einem mit infizierten Tier gebissen, abgeschleckt oder gekratzt wurde, der schwebt in Lebensgefahr. Es gibt weltweit jedes Jahr rund 59.000 Todesfälle.

Was ist zu tun bei einem Tier Biss oder Kratzer?

Eine gründliche Wundreinigung ist wichtig. Dafür die Wunde sofort und intensiv mit viel Wasser und Seife auswaschen. Danach mit 40- bis 70-prozentigem Alkohol desinfizieren. Auch Schnaps ist möglich. Dann sollte man immer sofort ein Krankenhaus aufsuchen und sich gegen Tollwut impfen lassen. Keinesfalls sollte man auf Krankheitssymptome warten !

Symptome beim Mensch

Die ersten Krankheitssymptome sind Kopfschmerzen, Erschöpfung, Übelkeit und Fieber. Die typischen Symptome sind auch Abneigung gegen Licht und Wasser, aggressives Verhalten, sowie beginnende Lähmungen und Schaum vor dem Mund. Wenn diese Symptome allerdings auftauchen, dann ist es meist schon zu spät eine Therapie einzuleiten.
Im Weiteren löst die Krankheit Angstzustände, Halluzinationen und Krampfanfälle aus, da das zentrale Nervensystem vom Virus angegriffen wird.

Diagnose beim Arzt

Zum Nachweis einer Tollwutinfektion gilt das Vorhandensein von Virusantigen im Körpergewebe und in Körperflüssigkeiten.

Inkubationszeit

Die Inkubationszeit, das heisst die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Tollwut Erkrankung beträgt in der Regel 3 bis 10 Wochen. Die Krankheit kann aber auch schon nach wenigen Tagen oder erst nach einigen Jahren ausbrechen.

Therapie

Es gibt keine Therapie. Die einzige mögliche Behandlungsmethode ist die sofortige Tollwutimpfung sofort nach dem Tierbiss.

Tollwut in Thailand: Wie funktioniert die Tollwutimpfung und was kostet sie?

Die Tollwutimpfung ist ein zentraler Bestandteil der Prävention gegen diese tödliche Krankheit, die in Thailand endemisch ist.

Es gibt zwei Haupttypen der Tollwutimpfung:
1. die präexpositionelle Prophylaxe (vor Reiseantritt oder Kontakt mit potenziell infizierten Tieren) und die 2. postexpositionelle Prophylaxe (nach einem Biss oder Kratzer eines verdächtigen Tieres).
Die Impfpläne unterscheiden sich je nach Impfstatus der Person.

  1. Präexpositionelle Prophylaxe (für nicht geimpfte Personen vor Reiseantritt)

    • Anzahl der Dosen: Derzeit empfiehlt die WHO einen Standard-Impfplan mit 2 oder 3 Dosen, abhängig vom verwendeten Impfstoff und den nationalen Richtlinien:
      • 2-Dosen-Plan: Verabreichung an Tag 0 und Tag 7 (intramuskulär oder intradermal, je nach Land).
      • 3-Dosen-Plan (häufiger in westlichen Ländern): Verabreichung an Tag 0, Tag 7 und Tag 21 oder 28.
    • Zweck: Schützt Reisende oder Personen in Risikogebieten (z. B. Thailand) vorab und reduziert die Notwendigkeit einer umfassenden Behandlung nach Kontakt mit einem potenziell tollwutinfizierten Tier.
    • Dauer des Schutzes: Der Schutz hält mehrere Jahre (oft bis zu 10 Jahre), eine Auffrischung kann bei erneutem Risiko nötig sein.
  2. Postexpositionelle Prophylaxe (nach Kontakt mit einem verdächtigen Tier)

    • Nicht geimpfte Personen:
      • Impfplan: 4 Dosen des Tollwutimpfstoffs (intramuskulär oder intradermal) an den Tagen 0, 3, 7 und 14. In schweren Fällen (z. B. tiefe Wunden, Bisse im Kopf- oder Halsbereich) wird zusätzlich ein Tollwut-Immunglobulin (RIG) verabreicht, idealerweise am Tag 0 direkt in die Wunde und umliegendes Gewebe.
      • Dringlichkeit: Die Behandlung muss so schnell wie möglich nach dem Kontakt begonnen werden, idealerweise innerhalb von 24 Stunden.
    • Bereits geimpfte Personen:
      • Impfplan: 2 Dosen des Tollwutimpfstoffs an Tag 0 und Tag 3 (intramuskulär oder intradermal). Ein Immunglobulin ist in der Regel nicht erforderlich, da die vorherige Impfung eine Grundimmunität bietet.
      • Titerkontrolle: Eine Kontrolle des Antikörpertiters nach 7 Tagen ist nicht standardmäßig erforderlich, kann aber in seltenen Fällen (z. B. bei immunsupprimierten Personen oder Zweifel an der Impfwirkung) durchgeführt werden.
    • Wichtiger Hinweis: Auch geimpfte Personen müssen nach einem Biss oder Kratzer sofort medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, da die postexpositionelle Impfung lebensrettend ist.
  3. Vorgehen nach Tierkontakt:

    • Sofort die Wunde mindestens 15 Minuten mit Seife und Wasser reinigen, danach mit einem Antiseptikum (z. B. Jodlösung) desinfizieren.
    • Umgehend ein Krankenhaus oder eine Klinik aufsuchen, die Tollwutimpfstoffe und Immunglobuline anbietet. In Thailand sind diese in städtischen Krankenhäusern (z. B. Bangkok, Chiang Mai, Phuket) gut verfügbar, in ländlichen Gebieten kann es jedoch Verzögerungen geben.

Kosten der Tollwutimpfung:

  • Präexpositionelle Impfung

    • In Deutschland/Europa: Eine 3-Dosen-Impfung kostet etwa 180–300 Euro (je nach Impfstoff, Arztpraxis und Region). Jede Dosis kostet ca. 60–100 Euro.
    • In Thailand: Die Kosten sind niedriger, typischerweise 1.500–3.000 THB (ca. 40–80 Euro) pro Dosis, abhängig von der Klinik (z. B. private Krankenhäuser wie Bumrungrad in Bangkok oder öffentliche Einrichtungen). Ein 2- oder 3-Dosen-Plan kostet somit ca. 80–240 Euro.
  • Postexpositionelle Impfung
    • In Thailand: Eine 4-Dosen-Behandlung kostet etwa 6.000–12.000 THB (ca. 160–320 Euro), abhängig von der Klinik und ob intradermale (günstiger) oder intramuskuläre Verabreichung. Das Tollwut-Immunglobulin (falls nötig) kann zusätzlich 10.000–20.000 THB (ca. 270–540 Euro) kosten, je nach Körpergewicht und Dosis.
    • In Deutschland/Europa: Die Kosten sind deutlich höher, oft 500–1.000 Euro für Impfstoffe und Immunglobulin, da Immunglobuline teuer sind.
  • Hinweis: Reisende sollten eine Auslandskrankenversicherung prüfen, da einige Policen Tollwutbehandlungen abdecken. In Thailand sind Behandlungen in privaten Krankenhäusern teurer als in öffentlichen, aber oft schneller verfügbar.

Die drei Varianten von Tollwutinfektionen:

  • 1. Enzephalitische Tollwut

    Die am meisten verbreitet ist die Enzephalitische Tollwut. Man nennt sie auch Wilde Wut. Hier kommt es zu einer Entzündung des Gehirns (Enzephalitis). Die Symptome sind Verwirrtheit, Halluzinationen und aggressives Verhalten – abwechselnd mit normalem Verhalten.
    Dazu kommt die Angst Flüssigkeiten zu schlucken. Oft entsteht dadurch Schaum vor dem Mund wenn gleichzeitig viel Speichel gebildet wird.

    Die Enzephalitische Tollwut führt innerhalb weniger Tage zum Tod.

  • 2. Paralytische Tollwut

    Die Paralytische Tollwutinfektion führt zu Lähmungen der Gliedmaßen, des Gesichts und später auch von Darm und Blase. Sie dauert länger als die enzephalitische Tollwut. Am Ende gibt es nach einem Organversagen auch nur der Tod.

  • 3. Die Untypische Tollwut

    Oft nach Fledermausbissen kommt es zu einem untypischen und schnellem Verlauf der Erkrankung. Es kommt zu Zuckungen der Gliedmaßen und zu Krampfanfällen. Der Krankheitsverlauf und der Eintritt des Todes ist hier extrem beschleunigt.

Nur sehr wenige Menschen überleben eine Tollwutinfektion, dann aber mit bleibenden Schäden.

Risikominimierung bei Tollwut in Thailand

In Touristenorten wie Phuket, Chiang Mai oder den Inseln (z. B. Koh Samui) ist das Risiko derzeit niedriger, aber nicht null – insbesondere bei Outdoor-Aktivitäten (Wandern, Nationalparks).

Prävention und Empfehlungen

  • Vermeidung: Keinen Kontakt zu streunenden Tieren aufnehmen, insbesondere Hunden, Katzen, Affen oder Fledermäusen. Bei Biss oder Kratzer: Sofort Wunde mit Seife und Wasser spülen (mind. 15 Min.), dann umgehend medizinische Hilfe suchen (Post-Expositions-Prophylaxe: Impfung + ggf. Immunglobulin).
  • Impfung: Eine Vor-Reise-Impfung gegen Tollwut wird für alle Reisenden nach Thailand empfohlen (besonders bei Langzeitaufenthalten oder Tierkontakt). Sie ist in drei Dosen (Tag 0, 7, 21–28) und schützt langfristig (bis zu 10 Jahre). In Thailand sind Impfstoffe weit verfügbar, aber in abgelegenen Gebieten verzögert.
  • Weitere Tipps: Tragen Sie geschlossene Schuhe in Risikogebieten; lassen Sie Kinder nicht unbeaufsichtigt in der Nähe von Tieren. Melden Sie verdächtige Tiere (z. B. aggressiv, sabbernd, gelähmt) an lokale Behörden (z. B. Bangkok Dog Control Centre: +66 2 328 7460).

Für aktuelle Updates konsultieren Sie offizielle Quellen wie das thailändische Gesundheitsministerium oder die WHO. Bei geplanter Reise: Lassen Sie sich von einem Tropenmediziner beraten. Bleiben Sie wachsam – mit Vorsorge ist Tollwut vermeidbar!

In Thailand sollte man Straßenhunden und anderen wilden Tieren nicht zu nahekommen. Vor allem junge Hundewelpen sollte man nicht streicheln. Beim Spielen mit Welpen kann man schnell einen Kratzer abbekommen und sich dadurch infizieren.

Ein Tierbiss auf der Thailand Reise bedeutet immer ein Tollwutrisiko!

Weitere gefährliche Krankheiten in Thailand:

Malaria
Zika Virus
Denguefieber
Enzephalitis
Coronavirus Thailand
Chikungunyafieber

… mehr Infos in den Thailand News Gesundheit


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