Tollwut in Thailand wird oft von Hunden übertragen | พิษสุนัขบ้า

Tollwut in Thailand
Tollwut in Thailand wird oft von Hunden übertragen | พิษสุนัขบ้า

Tollwut in Thailand – Risiken und Schutz

▷ Tollwut in Thailand ist sehr weit verbreitet und kommt dort andauernd und gehäuft vor. Diese endemische Verbreitung gibt es in mehreren südostasiatischen Staaten. Darunter zählen Thailand, Vietnam und Indien.

Was ist Tollwut? Übertragung der Krankheit

Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des zentralen Nervensystems, die von Füchsen, Hunden, Katzen, Affen und Fledermäusen auf den Menschen übertragen werden kann.

Übertragung: Die Infektion des Menschen erfolgt durch einen Biss eines Tieres oder dem Kontakt mit infiziertem Speichel des Tieres.
Kommt man mit der Hand mit dem Speichel eines infizierten Hundes in Kontakt, dann kann man sich dadurch schon infizieren. Das geschieht wenn man sich nach dem Speichelkontakt danach mit der Hand die Augen reibt oder mit den Mundschleimhäuten in Kontakt kommt.

Es gibt In Thailand Millionen freilaufender Straßenhunde.
Streunende Hunde sind der Tollwutüberträger Nummer 1.
Dabei sieht man dem Hund nicht an ob er den Tollwutvirus in sich trägt.

Das Infektionsrisiko durch andere wild lebende Tiere ist im Vergleich zur Infektion durch Hunde eher gering.

Die Virusinfektion verläuft fast immer tödlich.

INFO: Ist ein Mensch schon mit dem Virus infiziert, dann kann er mit seinem Speichel andere Menschen infizieren.

Verbreitung | Wo gibt es Tollwut gefährdete Gebiete?

Tollwut in Thailand kommt in allen thailändischen Provinzen verbreitet. Das thailändische Gesundheitsministerium hat allerdings 13 Provinzen zu Roten Tollwutzonen erklärt. Also besonders gefährdete Gebiete.

Die besonders gefährdeten Tollwut Gebiete sind die Provinzen Buriram, Chachoengsao, Chiang Rai, Chonburi, Nan, Rayong, Roi Et, Samut Prakan, Si Saket, Songkhla, Surin, Tak und Ubon Ratchathani.

In Roi Et und Surin gibt es besonders viele infizierte Tiere.

Ist Tollwut in Thailand gefährlich?

Wer von einem mit infizierten Tier gebissen, abgeschleckt oder gekratzt wurde, der schwebt in Lebensgefahr. Es gibt weltweit jedes Jahr rund 59.000 Todesfälle.

In Thailand wurden in den ersten 55 Tagen des Jahres 2018 schon  insgesamt 271 bestätigte Tollwut-Fälle gemeldet.

Die Gesamtzahl der Tollwut-Fälle in Thailand im Jahr 2017 lag bei 843 Fällen.

Was ist zu tun bei einem Tierbiss oder Kratzer?

Eine Wundreingung ist wichtig. Dafür die Wunde sofort und intensiv mit viel Wasser und Seife auswaschen. Danach mit 40- bis 70-prozentigem Alkohol desinfizieren. Auch Schnaps ist möglich. Dann sollte man immer sofort ein Krankenhaus aufsuchen und sich gegen Tollwut impfen lassen. Keinesfalls sollte man auf Krankheitssymptome warten !

Symptome beim Mensch

Die ersten Krankheitssymptome sind Kopfschmerzen, Erschöpfung, Übelkeit und Fieber. Die typischen Symptome sind auch Abneigung gegen Licht und Wasser, aggressives Verhalten, sowie beginnende Lähmungen und Schaum vor dem Mund. Wenn diese Symptome allerdings auftauchen, dann ist es meist schon zu spät eine Therapie einzuleiten.
Im Weiteren löst die Krankheit Angstzustände, Halluzinationen und Krampfanfälle aus, da das zentrale Nervensystem vom Virus angegriffen wird.

Diagnose beim Arzt

Zum Nachweis einer Tollwutinfektion gilt das Vorhandensein von Virusantigen im Körpergewebe und in Körperflüssigkeiten.

Inkubationszeit

Die Inkubationszeit, das heisst die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Tollwut Erkrankung beträgt in der Regel 3 bis 10 Wochen. Die Krankheit kann aber auch schon nach wenigen Tagen oder erst nach einigen Jahren ausbrechen.

Therapie

Es gibt keine Therapie. Die einzige mögliche Behandlungsmethode ist die sofortige Tollwutimpfung sofort nach dem Tierbiss.

Tollwutimpfung / Schutzimpfung

Man kann sich gegen Tollwut vorab in Deutschland oder nach dem Tierbiss in Thailand impfen lassen:

  • Vorsorgliche Tollwutimpfung: Für Langzeitaufenthalter oder für Personen die lange durch Thailand reisen empfiehlt sich auf jeden Fall eine Tollwutimpfung. Diese macht man am besten schon vorab in Deutschland.
  • Im nach hinein impfen lassen (xpositionelle Impfung): In Thailand hat jedes Krankenhaus den Impfstoff vorrätig. Der Impfstoff für die nachträglichen Immunisierung in Thailand ist in den allermeisten Fällen VeroRab. Wer von einem Tier gebissen wurde, der kann sich in tzallen Thailand Krankenhäusern nachträglich impfen zu lassen. Man muss diese Impfung allerdings sofort, innerhalb weniger Stunden in einem Krankenhaus durchführen lassen. Zu empfehlen sind private Krankenhäuser in Thailand.

In Thailands Nachbarländern ist in den Krankenhäusern oft kein Impfstoff vorrätig. Wer zum Beispiel von Thailand nach Laos weiterreisen möchte, der sollte sich vorab impfen lassen, da er eventuell dort im Krankenhaus nicht gleich den Tollwut Impfstoff bekommt.

Wie funktioniert die Tollwutimpfung und was kostet sie?

Es gibt verschiedene Mittel zur Tollwutimpfung. Mit zwei, drei oder vier Impfsitzungen:

  • Nicht geimpfte Menschen erhalten 4 Impfungen. Jeweils am 1 Tag am 3 Tag am 7 Tag und nach 14 Tagen.
  • Bereits geimpfte Menschen müssen auch ins Krankenhaus. Dort erhalten sie 2 Impfungen. Die erste Dosis am ersten Tag die zweite Dosis dann nach 3 Tagen. Nach 7 Tagen muss man noch zur Titerkontrolle.

Tollwutimpfung Kosten: Die Impfung kosten zwischen 200 und 250 Euro.

Die drei Varianten von Tollwutinfektionen:

  • 1. Enzephalitische Tollwut

    Die am meisten verbreitet ist die Enzephalitische Tollwut. Man nennt sie auch Wilde Wut. Hier kommt es zu einer Entzündung des Gehirns (Enzephalitis). Die Symptome sind Verwirrtheit, Halluzinationen und aggressives Verhalten – abwechselnd mit normalem Verhalten.
    Dazu kommt die Angst Flüssigkeiten zu schlucken. Oft entsteht dadurch Schaum vor dem Mund wenn gleichzeitig viel Speichel gebildet wird.

    Die Enzephalitische Tollwut führt innerhalb weniger Tage zum Tod.

  • 2. Paralytische Tollwut

    Die Paralytische Tollwutinfektion führt zu Lähmungen der Gliedmaßen, des Gesichts und später auch von Darm und Blase. Sie dauert länger als die enzephalitische Tollwut. Am Ende gibt es nach einem Organversagen auch nur der Tod.

  • 3. Die Untypische Tollwut

    Oft nach Fledermausbissen kommt es zu einem untypischen und schnellem Verlauf der Erkrankung. Es kommt zu Zuckungen der Gliedmaßen und zu Krampfanfällen. Der Krankheitsverlauf und der Eintritt des Todes ist hier extrem beschleunigt.

Nur sehr wenige Menschen überleben eine Tollwutinfektion, dann aber mit bleibenden Schäden.

Risikominimierung bei Tollwut in Thailand

In Thailand sollte man Straßenhunden und anderen wilden Tieren nicht zu nahekommen. Vor allem junge Hundewelpen sollte man nicht streicheln. Beim Spielen mit Welpen kann man schnell einen Kratzer abbekommen und sich dadurch infizieren.

Ein Tierbiss auf der Thailand Reise bedeutet immer ein Tollwutrisiko!

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