Hochwasser Thailand aktuell

Überschwemmungen Thailand aktuell

Chao Phraya
Chao Phraya | แม่น้ำเจ้าพระยา - der wichtigste Fluss in Thailand

Info Hochwasser in Thailand aktuell – Stand Januar 2026

Allgemeine Informationen zu Hochwasser in Thailand

Hochwasser Thailand aktuell: Thailand ist eines der am stärksten von Überschwemmungen betroffenen Länder Südostasiens. Aufgrund seiner tropischen Lage und des Monsun-Klimas treten Fluten während der Regenzeit fast jährlich auf. Sie verursachen erhebliche wirtschaftliche Schäden, Vertriebene und Todesopfer. Im Folgenden eine Übersicht über Ursachen, betroffene Gebiete, historische Ereignisse, Auswirkungen und Maßnahmen.

Ursachen Hochwasser Thailand aktuell

Überschwemmungen in Thailand entstehen durch eine Kombination natürlicher und menschlicher Faktoren:

  • Natürliche Ursachen: Starkregen durch Monsune (Juli–Oktober im Norden und Zentrum, Oktober–Dezember im Süden), tropische Stürme und Taifune (z. B. aus dem Pazifik). Dazu kommen hohe Gezeiten die den Abfluss des Wassers behindern. Klimawandel und La Niña verstärken die Intensität.
  • Geographische Faktoren: Flache Ebenen im Zentralen Tiefland (Chao-Phraya-Becken) und in der Korat-Hochebene führen zu schnellem Wasseranstau. Viele Städte wie Bangkok liegen unter dem Meeresspiegel.
  • Menschliche Einflüsse: Abholzung, Urbanisierung, unkontrollierte Bebauung in Flussauen und ineffiziente Staudamm-Management (z. B. plötzliche Entladungen). Zentralisierte Politik und mangelnde Koordination verschärfen das Problem.

Die Fluten und Überschwemmungen dauern typischerweise 1–3 Monate und folgen meistens einem Zyklus von Dürre und Überschwemmung.

Folgende Gebiete sind oft von Überschwemmungen betroffen: Hochwasser Thailand aktuell

Am stärksten gefährdet sind:

  • Zentralthailand: Chao-Phraya-Flussbecken, Provinzen wie Ayutthaya, Ang Thong, Chainat, Sing Buri und Bangkok (insbesondere Randbezirke wie Bang Kho Laem, Khlong San und Dusit).
  • Nordthailand: Provinzen wie Chiang Mai, Phitsanulok und Sukhothai.
  • Süden: Hat Yai und umliegende Gebiete durch Monsunregen.
  • Osten und Nordosten: Korat-Plateau bei starken Regenfällen.

Bis zu 12 % des Landes können überflutet werden, mit Fokus auf landwirtschaftliche Flächen und städtische Zentren.



Aktuelle Überschwemmungswarnungen in Thailand – Hochwasser Thailand aktuell

10. Januar 2026: Aktuelle Hochwasser-/Überschwemmungssituation in Thailand

Zurzeit gibt es keine akuten großen Hochwasser- oder Flutwarnungen mehr in Thailand. Die schweren Überschwemmungen aus November/Dezember 2025 im Süden des Landes (insbesondere Songkhla, Hat Yai, Nakhon Si Thammarat, Phatthalung und weitere Provinzen) sind weitgehend abgeklungen oder in der Erholungsphase.

11. Dezember 2025: Überschwemmungen in Thailand

Die Hochwasserlage hat sich seit November deutlich verbessert, bleibt aber im Süden angespannt. Das Meteorologische Amt warnt derzeit vor starkem Regen vom 11.–16. Dezember im Südthailand. Dabei sind lokale Überschwemmungen und Wellen bis 4 Meter möglich.

Betroffene Regionen

RegionProvinzenToteEvakuierteStatus
SüdenSongkhla (Hat Yai), Surat Thani, Phatthalung, Satun>100>690.000Wasser sinkt; Wiederaufbau läuft; neuer Regen möglich
Zentrum/NordenBangkok-Rand, Chiang Mai<10<50.000Abgeklungen
InselnPhuket, Krabi, Samui0–5minimalSicher für Reisen; rote Flaggen an Stränden

Wichtige Hinweise für Reisende Stand 11. Dezember 2025

  • Phuket, Krabi und Koh Samui sind weitgehend sicher – der Tourismus boomt wieder.
  • Schwimmen im Meer und Bootsausflüge derzeit gefährlich (rote Flaggen).
  • Vermeiden Sie tiefliegende Gebiete im Süden und folgen Sie Warnungen (TMD / DDPM-App).
  • Der Flughafen Phuket ist normal in Betrieb.

Weitere Starkregen-Ereignisse bis Mitte Dezember möglich. Aktuelle Infos in deutsch findest Du hier!

14. November 2025: Aktuelle Hochwassersituation in Thailand (außerhalb Bangkoks)

Zentralthailand ist derzeit von schweren Überschwemmungen betroffen, verursacht durch anhaltende Monsunregenfälle, dem Tropensturm Kalmaegi und steigende Flusspegel des Chao Phraya und Tha Chin.
Betroffen sind hauptsächlich 15–17 Provinzen im Zentralen, Nördlichen und Nordöstlichen Raum, mit Fokus auf landwirtschaftliche Flächen und Dörfer. Die Lage ist kritisch. Über 500.000 Menschen sind gefährdet, mit 13 Todesopfern.

Aktuelle Berichte:

Ursachen und Ausmaß

  • Betroffene Provinzen: Primär Zentralregion (Ayutthaya, Suphan Buri, Nakhon Pathom, Sing Buri, Chainat, Ang Thong, Lop Buri, Nakhon Sawan, Uthai Thani, Nonthaburi, Pathum Thani); Norden (Phitsanulok, Phichit, Sukhothai, Kamphaeng Phet, Uttaradit, Phetchabun); Nordosten auf Alarmstufe (Ubon Ratchathani, Yasothon, Amnat Charoen, Si Sa Ket, Surin, Buri Ram). Insgesamt sind 65 Bezirke in 15 Provinzen, mit 2,44 Millionen Rai (ca. 390.000 ha) überflutet – vor allem Reisfelder.
  • Wasserstände und Ereignisse: Chao Phraya bei 1,12 m über Ufer (Station C.35), Tha Chin bei 1,79 m in Suphan Buri und 1,17 m in Nakhon Pathom. Kritisch: Deichbruch am 12. November in Sing Buri – drei Dörfer vollständig überschwemmt. Wasser dringt bis Tempel und Hauptstraßen vor. Pegel stieg um 30 cm. Weitere Überschwemmungen in Phitsanulok und Phichit (zwei Tote).
  • Auswirkungen: 470.000–500.000 Betroffene in über 3.000 Dörfern. 97.000 Haushalte evakuiert oder isoliert. Massive Schäden an Landwirtschaft (Reisernte vernichtet). Verkehrswege unterbrochen. Schulen und Krankenhäuser in Sing Buri und Ayutthaya überflutet. 13 Tote insgesamt (z. B. durch Ertrinken in Phichit).

Besonders betroffene Gebiete außerhalb Bangkoks

  • Sing Buri (In Buri Distrikt): Schwerpunkt der Krise – Deichbruch führte zu rasanter Überschwemmung von Dörfern. Boote für Rettungen im Einsatz, nächtliche Evakuierungen mit Lichtern und Booten. Häuser und Straßen bis zu 50 cm+ unter Wasser. Videos zeigen versunkene Dörfer und Rettungsteams.
  • Ayutthaya und Suphan Buri: Starke Zunahme durch Chao-Phraya-Entladung. Tausende vertrieben. Proteste gegen Dammbetreiber. Wasser drückt auf Dörfer und Felder.
  • Nakhon Pathom und Chainat: Tha-Chin-Überlauf. 32 Pumpen und 233.000 Sandsäcke im Einsatz. Lokale Evakuierungen.
  • Phitsanulok und Phichit (Norden): Stabilisierend, aber zwei Tote. Überschwemmungen in niedrigen Gebieten.
  • Pattaya (Chonburi, Ostküste): Lokale Starkregen-Überschwemmungen am 13. November – Straßen unpassierbar, aber abklingend. Keine flussbedingte Flut.

Maßnahmen und Warnungen

  • Behördenreaktion: Department of Disaster Prevention and Mitigation (DDPM) koordiniert. 27 Pumpen in Suphan Buri, Dammverstärkungen; GISTDA-Satellitenbilder für Echtzeit-Überwachung; Königliche Hilfsgüter (Essen, Decken) verteilt. Evakuierungen in Sing Buri und Ayutthaya. Hotline 1784 für Meldungen.
  • Hilfe: UNOCHA und IFRC unterstützen. Lokale Behörden innerhalb Kapazitäten, aber Aufruf an Bewohner: Hohe Gebiete aufsuchen, Apps für Flutkarten nutzen. Vermeiden Sie überflutete Straßen. in Sing Buri laufen Notrettungen.
  • Auswirkungen: Keine neuen Tote heute, aber anhaltender Stress für Landwirte. Proteste in Ayutthaya gegen Damm-Entladungen.

Prognose

Die Zentralflutwelle hält voraussichtlich 1–2 Wochen an, mit weiteren Anstiegen um 20–30 cm durch Gezeiten und Regen (70 % Gewitterwahrscheinlichkeit). In Sing Buri und Ayutthaya könnte es bis Ende November kritisch bleiben, Norden stabilisiert sich. Gesamtabfluss bis Dezember erwartet. Die Lage verbessert sich langsam, bleibt aber in Zentralprovinzen alarmierend.

TIPP: Bleibt in Hochlagen und folgt lokalen Warnungen! Meldet hier spezifische Tipps und Erfahrungen.


14. November 2025: Bangkok Hochwasser aktuell

Bangkok und die umliegenden Provinzen in Zentralthailand sind derzeit von starken Überschwemmungen betroffen mit einen starken Anstieg des Chao-Phraya-Flusses. Lokale Überschwemmungen durch Starkregen haben zu Verkehrschaos und Schließungen geführt. Hier eine Übersicht basierend auf den neuesten Berichten:

Ursachen und Ausmaß

  • Starker Regen am 13. November: In der Nacht vom 12. auf den 13. November fielen bis zu 111 mm Regen in Pathum Wan (z. B. um Siam), 97 mm in Ratchathewi und 92 mm in Pom Prap Sattru Phai. Dies überstieg die Entwässerungskapazität der Stadt (ca. 60 mm/h) und führte zu Überschwemmungen in 57 Stadtteilen, vor allem in der Innenstadt und östlich des Chao Phraya (z. B. Rama 4, Rama 3, Khlong Toei, Ratchadaphisek, Phachathipak und Sala Daeng). Wasserstände erreichten bis zu 50 cm, was Autos stranden ließ.
  • Chao-Phraya-Flutwelle: Der Fluss führt derzeit 2.900 Kubikmeter pro Sekunde (m³/s) – doppelt so viel wie normal. Dies drückt Wasser in die Stadt und betrifft 11 Außengebiete mit 1.070 Bewohnern. Die Flutwelle hält voraussichtlich noch eine Woche an und verursacht einen Pegelanstieg von 20–30 cm. Insgesamt sind über 1.300 km² in vier Provinzen (Ayutthaya, Suphan Buri, Nakhon Pathom, Ang Thong) überflutet, hauptsächlich landwirtschaftliche Flächen.
  • Weitere Faktoren: Hohe Gezeiten (bis 2,1 m) und Entladungen aus Staudämmen (z. B. Chao-Phraya-Damm) verschärfen die Lage. Insgesamt sind 15 Provinzen betroffen, mit über 470.000 Menschen in 3.000 Dörfern gefährdet.

Betroffene Gebiete in Bangkok

  • Innenstadt und zentrale Bezirke: Ratchadaphisek Road (nahe Ratchayothin, Tunnel wieder geöffnet), Chatuchak (Wasserstand gesunken), Phaya Thai, Huai Khwang.
  • Flussnahe Zonen: Dusit (Ratchapha Thapthim Ruam Jai), Phra Nakhon (Tha Wang), Bang Kho Laem (Mata Nusorn, Wat Bang Khlo Nok), Yannawa (Khlong Toei), Bangkok Noi und Khlong San.
  • Außenbezirke und Vororte: Bang Phlat, Bangkok Yai, Thon Buri, Nonthaburi (Pak Kret, Bang Kruai), Pathum Thani (Rama V, 60 cm Wasser). Der Bang Sue Underpass (Eisenbahnstraße) ist seit dem 13. November geschlossen aufgrund von Pumpenausfall (durch Kabeldiebstahl) und Regen.

Maßnahmen und Warnungen

  • Behördenreaktion: Die Pumpen der Pumpstationen laufen auf Maximum. Sandsäcke werden in  Risikogebieten verteilt, Kanalreinigung und Umleitung von Wasser auf Felder. Die Satellitenüberwachung (GISTDA) zeigt orange/rote Zonen bei 2.700–2.800 m³/s.
  • Hilfe und Hotlines: Evakuierungen in Ayutthaya und Ang Thong; Entschädigungen für Betroffene. Rufen Sie die Hotline 1555 oder nutzen Sie Line @Traffyfondue für Meldungen.
    In Bangkok: Vermeiden Sie tiefliegende Straßen und folgen Sie Verkehrs-Updates.
  • Auswirkungen: Keine Todesfälle in Bangkok gemeldet, aber Verkehrsstillstand, gestrandete Autos und Proteste gegen Staudamm-Entladungen in Ayutthaya. Floating Markets wie Amphawa sind überflutet.

Prognose

Die lokalen Überschwemmungen durch Regen sollten bis zum 14. Novembermittag abklingen, da Pumpen und Abflüsse wirken. Der Chao-Phraya-Anstieg stabilisiert sich voraussichtlich am 11.–12. November und sinkt bis zur dritten Dezemberwoche auf 1.000 m³/s. Weitere Regenfälle sind möglich (70 % Chance auf Gewitter), aber die Gesamtsituation verbessert sich bis Ende November, wenn die Wassermassen abfließen.

Letzte Aktualisierung: 10. Januar 2026

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