Mekong in Thailand – Natur und Kultur

Makong Sonnenaufgang über Laos
Sonnenaufgang am Mekong bei Mukdahan

Der Mekong

▷ Der Mekong gilt als die Lebensader Südostasiens und ist eines der größten Flusssysteme der Welt. Durch welche Länder fließt der Mekong? Der rund 4.500 Kilometer lange Mekong Fluss ist ein Strom in Südostasien der durch zahlreiche Länder fließt – und zwar von China über Myanmar, Thailand, Laos, Kambodscha nach Vietnam.

Schon immer war der riesige Mekong eine wichtige Handelsroute und ein Gewässer wo es die größte Binnenfischerei weltweit gibt.

An den Ufern dieses wilden Stroms kann man bedeutende Kulturschätze und fruchtbare landschaftliche Ebenen entdecken. Weit weg von den Touristengebieten.

Rund um die Ortschaften am Mekong findet man entlang des Mekongs schöne Gemüsegärten, die entlang den Ufern angelegt wurden.

Mekong facts: Vom Ursprung bis zur Mündung

  • Quellgebiet: Das Quellgebiet liegt im Hochland von Tibet auf über 5.000 Meter Höhe in der chinesischen Provinz Qinghai.
  • Wie lang ist der Mekong? 4.500 Kilometer
  • Wie breit ist der Mekong? 14 Kilometer. Er erreicht diese größte Breite in Süd-Laos.
  • In welchem Meer mündet der Mekong? Er mündet ins südchinesisches Meer.
    GPS: 9° 44′ N, 106° 36′ O | OSM / 9° 44′ N, 106° 36′ O
  • Einzugsgebiet: Das Einzugsgebiet umfasst ungefähr 800.000 km².
  • Wassermenge in Vientiane / Laos: 4.600 m³/s
  • Wassermenge an der Mündung in Vietnam: 15.000 m³/s
  • Linke Nebenflüsse sind: Nam Khan, Nam Ou, Nam Tha, Nanla
  • Rechte Nebenflüsse: Kok, Mae Nam Mun, Mae Nam Ruak, Tonle Sap, Songkhram
  • Provinzen: In Thailand fließt der riesige Strom durch die folgenden Provinzen:
    Provinz Chiang Rai, Provinz Loei, Provinz Nong Khai, Provinz Bueng Kan, Nakhon Phanom, Mukdahan, Amnat Charoen, Ubon Ratchatani.

Der Fischreichtum am Mekong

Mit mehr als 1.000 Fischarten und zahllosen Vogel- und Reptilienarten gehört der Mekong zu den artenreichsten Flüssen der Welt. Im Mae Nam Khong leben zahlreiche Riesenfische.

Folgende besondere Fische leben im Fluss:

  • Mekong-Riesenwels
  • Süßwasserstachelrochen (Himantura chaophraya)
  • Riesenbarbe (Cathlocarpio siamensis)

Am Ufer des Mae Nam Khong gibt es viele kleine Fischfarmen. Dort werden vor allem schwarze und rote Tilapia Fische gezüchtet.
Auf dem Mekong sieht man auch kleine Fischerboote, wo mit Angelruten oder mit Fischernetzen die Fische gefangen werden. Gefischt wird auf den Booten vorzugsweise Pangasius, Wels und die gigantischen Karpfen.

Artenvielfalt

Im Mekong und rund um drum herum leben neben den zahlreichen Fischarten noch über 1.000 verschiedene Vogelarten, dazu über 800 verschiedene Reptilien und fast 500 verschiedene Säugetiere.
Bisher entdeckt wurden auch rund 20.000 Pflanzenarten.

Das goldene Dreieck – Dreiländereck

Einer der bekanntesten Orte am Mekong ist das Goldene Dreieck. Dort bildet der Fluss Mekong mit dem Fluss Ruak die Grenze Laos, Myanmar und Thailand bilden. Am goldenen Dreieck liegt auch die Grenze vom oberen Mekong zum unteren Mekong.

Der untere Mekong

Der untere Mekong – Natur und Leben am Fluss

Vom goldenen Dreieck aus zieht der Mekong die Grenze zwischen Thailand und Laos. Hier ist der Fluss viel befahren, nicht nur von Frachtschiffen, sondern auch von Touristenschiffen, die die beeindruckende Landschaft vom Wasser aus erkunden. Der Mekong macht eine große Schleife um das nordwestliche Laos und fließt dann weiter bis zur Stadt Luang Prabang. Besonders spannend sind die tiefen Schluchten, durch die der Fluss hier fließt. In der Regenzeit verwandeln sich manche Stellen in reißende Stromschnellen, die das Flussbild komplett verändern.

Schiffsverkehr und Herausforderungen

Ab Luang Prabang wird der Mekong schwieriger zu befahren. Die Stromschnellen nehmen zu, was den Schiffsverkehr deutlich einschränkt. Für Reisende heißt das, dass die Bootsfahrten hier abenteuerlicher und weniger regelmäßig sind. Trotzdem bleibt der Fluss eine wichtige Lebensader für die Menschen entlang seines Laufs.

Landwirtschaft am Mekong

Der Unterlauf des Mekong ist geprägt von weiten Ebenen, die intensiv landwirtschaftlich genutzt werden. Vor allem Reisfelder dominieren das Bild, denn der Fluss sorgt hier für fruchtbaren Boden und ausreichend Wasser. Neben Reis wachsen auch Mais, Obst, Tabak und Zuckerrohr in den Flussauen. Diese Vielfalt zeigt, wie wichtig der Mekong für die Ernährung und Wirtschaft der Region ist.

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten am Mekong

Vientiane die Hauptstadt von Laos

An der laotischen Hauptstadt Vientiane und der thailändischen Provinz Provinz Nong Khai vorbei bildet der Mekong immer noch die Grenze zwischen Laos und Thailand. Nach mehreren hundert Kilometern fließt er dann ins Landesinnere durch die Region Si Phan Don und die Stadt Pakse. Man die Gegend „Region der 4.000 Inseln“. Dort in der Region stürzt der Mekong über zahlreiche Wasserfälle bis zu 15 Meter tief.

Der Fluss gehört in der ganzen Breite zu Laos. Das Ufer ist an beiden Ufern meistens flach. Ab dem Nabel des Mekong in Höhe des Tempels Wat Ahong Silawas, fängt es an bergiger zu werden. Flussabwärts sind dann kleinere Berge sichtbar.

Flusskreuzfahrt auf dem Mekong

Auch exklusive Mekong-Kreuzfahrten auf luxuriösen Retro-Schiffen im Kolonialstil gibt es auf dem Mekong. Sie bieten entspannte Flussfahrten mit überschaubarer Passagierzahl und persönlichem Service. Komfortable Kabinen in verschiedenen Klassen, faszinierende Tempelanlagen am Ufer sowie gut organisierte Landexkursionen machen die Reise zu einem einzigartigen Erlebnis. Ideal zum Entschleunigen und Entdecken abseits des Massentourismus.

Weltkulturerbe Ban Chiang

In der Stadt Ban Chiang ist ein Weltkulturerbe, denn dort wurden Keramiken und Werkzeuge ausgegraben die zu den ältesten Keramiken und zu den ältesten Werkzeugen der Welt zählen. Es gab also schon ab dem zweiten Jahrtausend vor Christus am thailändischen Mae Nam Khong Flussufer fortschrittliche Zivilisationen.

Stadt Nong Khai

Am Ufer des Mae Nam Khong liegt die Stadt Nong Khai. An der Uferpromenade findet man Restaurant, Bars und kleine Shops. In der Stadt kann man thailändische und laotische Kultur erleben. Dazu eine Innenstadt mit Häusern die im französischen Stil erbaut wurden. Die Stadt ist über die erste Thai-Lao-Freundschaftsbrücke mit der Stadt Vientiane in Laos verbunden.

Bei Nong Khai gibt es auf dem Mekong ein Gewusel von Booten. Fortwährend fahren meterhoch beladene Boote zwischen Thailand und Laos schwer beladen hin und her. Vollgepackt fahren Boote mit Kartons, Fässern, Möbeln, Waschmaschinen, Ananas oder Melonen und vielen anderen Waren über den Fluss. Der Transport per Schiff ist günstiger als der Transport mit dem Pickup über die 1994 erbaute Thai-Laos-Freundschaftsbrücke, wo Brückenmaut bezahlt werden muss. An andern Orten flussaufwärts oder flussabwärts sind sehr wenig Boote unterwegs.

That Phanom

Die Tempelanlage That Phanom in Nakhon Phanom gehört zu den bedeutendsten Tempeln im Isaan. Der Tempel wurde kurz nach dem Tod Buddhas erbaut und enthält als Heiligtum ein Schlüsselbein des Propheten. Für den prachtvollen Turm wurden 110 Kilogramm Gold verwendet. Viele Thais pilgern zu diesem historischen Tempel.

Die Stadt Mukdahan

Die Perle am Mekong, so wird die Stadt Mukdahan oft bezeichnet. Vom 65 Meter hohen Mukdahan Tower hat man einen fantastischen Panoramablick über das Flusstal, die angrenzenden Berge. Man sieht auch noch die Stadt Savannakhet im benachbarten Laos, die am anderen Ufer des Mekong liegt. Verbunden durch die zweite Thai-Lao-Freundschaftsbrücke.

… mehr zu Mukdahan

Tolles Hotel: Hotel de Ladda – Mukdahan

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Am Morgen: Mekong Sonnenaufhang

Indochina Markt in Mukdahan

Ein besonderer Markt liegt an der Flusspromenade von Mukdahan. Es ist der Indochina Markt, auf dem man allerlei Nützliches für den Thai Haushalt kaufen kann. Es ist ein bunter Markt mit allerlei Produkten. Es sind nicht nur thailändische Produkte, sondern auch Waren aus Laos, Vietnam und China. Unterschiedliche Spezialitäten aus den Küchen der angrenzenden Länder kann man hier probieren.

Wat Roi Phra Putthabat Phu Manorom

Der Wat Roi Phra Putthabat Phu Manorom in Mukdahan beeindruckt mit einer riesigen 84 Meter hohen Buddha-Statue und einer 120 Meter langen Naga-Skulptur. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf den Mekong und Laos. Der Tempel bietet eine ruhige Atmosphäre, einen Nachbau des Buddha-Fußabdrucks und schöne Aussichtspunkte. Der Aufstieg ist einfach, der Eintritt kostenlos. Ein lohnendes Ziel für alle, die Kultur und Natur verbinden wollen.

Wat Roi Phra Putthabat Phu Manorom
Naga

Nationalpark Phu Pha Yon

Dieser Nationalpark am Mekong birgt Überraschungen. Mitten im Dschungel wird das satte grün von schroffen Felsformationen unterbrochen, die wie bizarre Pilze aussehen. Vor allem kurz nach der Regenzeit kann man weite bunt mit Blumen bewachsene Hochplateaus und wunderschöne Wasserfälle entdecken.

Stadt Muang Khong

Südöstlich der Stadt Muang Khong fliesst der Strom von Laos ins Nachbarland Kambodscha. In Kambodscha ist er nur bis zur Stadt Kratie schiffbar, denn dort bilden die Sambor-Wasserfälle eine natürliche Barriere für alle Schiffe.


Stadt Nakhon Phanom

Weitere faszinierende Seiten des Mekong

Niedrigwasser und Hochwasser

Im Winter und Sommer hat der Mekong stark unterschiedliche Wasserstände. Während der Regenzeit im Sommer führt der Strom gewaltige Wassermassen mit sich. Der Wasserstand kann im Sommer durchaus über 10 Meter über dem Niedrigwasserstand des Winters liegen. Fast unglaublich.

Der Tonle-Sap Fluss wechselt die Flussrichtung

Gibt es Flüsse die die Flussrichtung ändern? Ja, der Tonle-Sap Fluss tut das.

Nördlich von Phnom Penh fließt der Tonle-Sap Fluss, der aus dem Tonle-Sap See gespeist wird in den Mekong. Im Sommer aber, wenn der Mekong Hochwasser hat, dann fließt er umgekehrt vom Mekong in den Tonle-Sap See.

Fliessrichtung des Tonle-Sap Flusses im Winter: Vom Tonle-Sap See in den Mekong.
Fliessrichtung des Tonle-Sap Flusses im Sommer: Vom Mekong in den Tonle-Sap See.

Immer wenn der Mekong Hochwasser hat, dann füllt er über Tonle-Sap Fluss den See. Wenn das Hochwasser dann wieder zurückgeht gibt es einen Strömungswechsel und der Tonle-Sap strömt wieder in den Mekong und weiter Richtung Südchinesisches Meer.

Beim Strömungswechsel wird das traditionelle Wasserfest Bon Um Tok gefeiert.

Der Mekong spaltet sich

Direkt nach der Stadt Phnom Penh spaltet sich der riesige Strom in zwei Flussläufe auf. Den einen nennt man weiterhin Mekong, der zweite heißt Bassac.

Das Mekongdelta

Von Kambodscha aus fließt der riesige Mekong Strom in das südliche Vietnam. Im Süden von Hồ-Chí-Minh-Stadt (früher Saigon) verbreitern sich die zwei Flussläufe auf neun Hauptarme aus. Sie bilden das 70.000 km² weite Mekongdelta. Weiterhin ist das Delta von einem unübersehbaren Netz von Kanälen durchzogen. Das ganze Wasser fließt in das Südchinesische Meer. Wegen den neuen Hauptarmen im Mekongdelta nennt man den Strom in Vietnam auch Neun-Drachen-Fluss.

Das Wasser im Flussdelta ist von den dort abgesetzten Schwebstoffen gelbbraun. Die umliegenden Flächen sind eben und sehr fruchtbar. Daher gibt es dort viele Reisfelder wo mehrfach im Jahr geerntet werden kann.

Straßen im Mekongdelta

Im Mekongdelta gibt es kaum feste Straßen. Die Hauptverkehrsverbindung ist die Nationalstraße 1. Diese geht aber nur bis zur Stadt Cà Mau. Im südlichen Teil des Mekongdeltas, südlich der Stadt Cà Mau und an der Küste des südchinesischen Meeres und am Golf von Thailand, gibt es fast nur noch Sümpfe, die nur von Schiffen befahrbar sind.

Transfer: Wasserstrassen im Mekongdelta

Der Hauptverkehr im Mekongdelta findet nicht auf den Straßen statt, sondern auf den Wasserstraßen, auf dem Fluss und auf den vielen Kanälen.
Handel und Transport von Gütern wird mit und von Schiffen abgewickelt. Auf den schwimmenden Märkten findet dann der Handel direkt vom Schiff aus statt.

Abenteuer am Mekong

Derjenige der ein Abenteuer seinesgleichen sucht, der sollte den Mae Nam Khong von seiner Quelle bis zur Mündung als „Neun-Drachen-Fluss“ in Vietnam zu erkunden. Man wird einen sich wechselnden Strom sehen. Manchmal rauscht er durch tiefe Schluchten, ein andermal zwängt er sich durch ein Gebirge. Dann wieder erlebt man einen gewaltigen wild reißenden Strom um ihn später wieder als stilles kaum sich bewegendes Gewässer zu sehen.
Rings um den Mae Nam Khong Megastrom gibt es fruchtbare Ebenen, die weite Teile der Bevölkerung ernähren.

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